Salzburgs Beitrag zur gesellschaftlichen Rolle des Sports

16.11.2018

Mit der hochkarätig besetzten Konferenz „Sound of Sport“ ging ein Projekt des ASVÖ Salzburg in die Zielgerade. Ziel des Projekts war es, Kinder und Jugendliche die Inklusion in die Gesellschaft durch die Teilnahme an Sporttrainings zu unterstützen. Der Abschlusstenor: Sport kann einen großen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Die Ehrenamtlichkeit setzt dem jedoch natürliche Grenzen.

Dass der Sport Brücken bauen kann, ist hinlänglich bekannt, aber dass der Sport, der als Querschnittsmaterie gilt, auch Integrationsaufgaben übernehmen kann und Extremismus in jeglicher Art und Weise entgegenwirkt, sollte in Zukunft noch viel mehr im Fokus stehen. BSO-Präsident und Sozialminister a.D., der am Freitag die Eröffnungsrede im Salzburger Schauspielhaus hielt, wies aber auch auf die Vorteile von Migration und Inklusion im Sport hin: „Stellen Sie sich Red Bull Salzburg ohne Migrationshintergrund vor. Oder bedenken Sie, dass es gewisse Sportarten in Österreich ohne Integration gar nicht mehr geben würde. Boxen ist ein derartiges Beispiel“.

Das Projekt „Sound of Sport“ hatte im vergangenen Jahr zum Ziel, Jugendliche und Kinder am Rande der Gesellschaft an Sportvereine zu vermitteln und so in den Sportbetrieb und in die Gesellschaft einzugliedern. 62 Kinder meldeten sich über verschiedene Institutionen wie SOS Kinderdorf oder Rettet das Kind zum Projekt und zur Teilnahme an Vereinstrainings mit vom ASVÖ speziell geschulten Coaches. „Vor allem während des Trainingszeitraum wurde uns klar, welche integrative Arbeit von den Vereinen bereits passiert, ohne dass wir als Verband einen Konnex zwischen Vereinen und Institutionen herstellen müssen“, so Julia Mitteregger vom ASVÖ Salzburg. Daher auch die unbewusste Nachhaltigkeit: „Auch wenn dieses Projekt mit Jahresende ausläuft, bleiben die Jugendlichen im Trainingsbetrieb der Vereine“, so Mitteregger.

Einig war man sich, dass Sportvereine bei ihrer schon bestehenden Arbeit eine entsprechende Unterstützung benötigen. „Wir arbeiten mit einem zu 90% auf Ehrenamtlichkeit aufgebautem System. Wir fordern von diesem System nicht nur Jugendarbeit, Talentescouting oder Gesundheitsförderung, sondern auch integrative und präventive Aufgaben. Unsere Sportvereine leisten hier schon von sich aus einen großen gesellschaftlichen Mehrwert. Es liegt an den Verbänden und an der Politik, wie freundlich man mit staatlicher Unterstützung die Struktur bereitstellt, die ehrenamtliche Arbeit ermöglicht und fördert“, so Michael Nußbaumer, Geschäftsführer vom ASVÖ Salzburg.

 

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